Mittwoch, 19. März 2025

Zweisamkeit

Wenn ich am Morgen erwache,

Bist du schon in meinem Geist,

Schließt deine Wärme mich ein.

Dann schicke ich dir meine Liebe,

Wo immer du bist.


Wie sehr ich die Einsamkeit liebe,

Fernab aller Oberflächen.

Denn in der Tiefe des Seins

Finde ich dich und mit dir

Den Frieden der Seele.  


Augenblick der Grenzenlosigkeit,

Des Aufgelöst-Seins

In einem mutigen Wir,

der Freiheit, der Magie,

der zarten Bedingungslosigkeit.


Keine Furcht

Es jemals verlieren zu können.

Das ist das Zauberhafte,

Das uns umgibt,

Wo immer wir sind.


Wenn ich zur Nacht mich leg,

Ist mein Herz schon in dir,

Schließt meine Wärme dich ein,

Durchatmen wir uns

Und tragen einander.


Wohin mag uns die Reise

Des nächtlichen Schlafes führen?

Schön muss es dort sein,

Denn, wenn du am Morgen erwachst,

Bin ich schon in dir.

Mitten aus dem Leben

Mitten aus dem Leben

Gerissen

Von Moabits Dächern

In federnden Fängen

Zu Boden gebracht

Ein Täubchen

Eben noch frei

In turtelnden Höhen

Beute

Zwischen Pinus und Birke

Mitten in die Wiese 

Gestürzt


Fest drückt

Der Habicht den Fang

Ins schuldlose Gras

Zeit genug harrend

Um zu sterben

Dann fliegt er davon

Zu fleddern

Die blutende Brust

Dem Gurren der Dächer

Fehlt ein Ton.

Mitten aus dem Leben

Gerissen.

Zweisamkeit

Wenn ich am Morgen erwache, Bist du schon in meinem Geist, Schließt deine Wärme mich ein. Dann schicke ich dir meine Liebe, Wo immer du bist...