Mittwoch, 19. März 2025

Zweisamkeit

Wenn ich am Morgen erwache,

Bist du schon in meinem Geist,

Schließt deine Wärme mich ein.

Dann schicke ich dir meine Liebe,

Wo immer du bist.


Wie sehr ich die Einsamkeit liebe,

Fernab aller Oberflächen.

Denn in der Tiefe des Seins

Finde ich dich und mit dir

Den Frieden der Seele.  


Augenblick der Grenzenlosigkeit,

Des Aufgelöst-Seins

In einem mutigen Wir,

der Freiheit, der Magie,

der zarten Bedingungslosigkeit.


Keine Furcht

Es jemals verlieren zu können.

Das ist das Zauberhafte,

Das uns umgibt,

Wo immer wir sind.


Wenn ich zur Nacht mich leg,

Ist mein Herz schon in dir,

Schließt meine Wärme dich ein,

Durchatmen wir uns

Und tragen einander.


Wohin mag uns die Reise

Des nächtlichen Schlafes führen?

Schön muss es dort sein,

Denn, wenn du am Morgen erwachst,

Bin ich schon in dir.

Mitten aus dem Leben

Mitten aus dem Leben

Gerissen

Von Moabits Dächern

In federnden Fängen

Zu Boden gebracht

Ein Täubchen

Eben noch frei

In turtelnden Höhen

Beute

Zwischen Pinus und Birke

Mitten in die Wiese 

Gestürzt


Fest drückt

Der Habicht den Fang

Ins schuldlose Gras

Zeit genug harrend

Um zu sterben

Dann fliegt er davon

Zu fleddern

Die blutende Brust

Dem Gurren der Dächer

Fehlt ein Ton.

Mitten aus dem Leben

Gerissen.

Sonntag, 12. März 2023

Ein Sonntag der Muße



Ein Sonntag der Muße

Schon in der Frühe hat die Uhr zu schweigen,
sich vor der Muße demütig zu neigen.
Es gibt die Ruh das Morgenrot zu schauen,
den Mächten hoch im Himmel zu vertrauen.

Den Kaffee trink ich heut mit mehr Genuss,
weil er nicht durch die Filtertüte muss,
ich geb ihm alle Zeit sich zu entfalten.
Es liegt bei mir, den Tag frei zu gestalten.

Ich schäl zum Frühstück frische Mandarine
und spür wie meine Nerven sich entspannen.
Da dröhnt vom Nachbarn her die Waschmaschine.
Ach könnte ich den Lärm doch weit verbannen!

Steht nicht mit Weisheit in den Zehn Geboten,
die Alltagsarbeit ist heute verboten!

03.02.2023 aus der Reihe „Alltagslyrik“

Die Wahlentscheidung

Die Wahlentscheidung

Um zwischen den Parteien frei zu wählen
und ihre Missetaten abzuwägen,
die die Entwicklung unsres Landes prägen,
Gehirn und Herz wir wollen dafür stählen.

Wer will schon gerne sein Gemüt zerquälen?
Doch trägt man bürgerlich Verantwortung
fürs Vaterland durch freie Abstimmung,
weswegen sie die vielen Stimmen zählen.

Man weiß ja längst, dass manche Wahlversprechen
am Ende sich oft bitterböse rächen.
Trotzdem wird die Entscheidung ganz konkret,
der Wahlschein holt die Kreuzchen sich diskret.

Der Bürger, gibt es nach der Wahl Querelen,
kann nächstes Mal den Wahlgang neu beseelen.
So lässt sich stets auf bessre Zeiten hoffen,
doch wann die kommen, das bleibt offen.

03.02.2023

Donnerstag, 12. Januar 2023

Wenn ich zum Berg hinaufsteig

Wenn ich zum Berg hinaufsteig in die Höh,
beschleichen mich geheimnisvolle Mächte
als ob der Berg ein Zeichen mir einbrächte,
von dessen Gipfel ich die Welt beseh.

Rauh ist der steile Aufstieg, voller Schrunden.
Doch still will ich Besonnenheit erdulden,
weil dunkle grobe Schluchten es mir schulden.
Die Kuppe lockt mit guten Mußestunden.

Auf diesem ewig alten Faltenstein
seh ich mich ganz von aller Welt allein.
Da treffe ich ein müdes Seelenstück.

Es ist der Teil, den andere verhöhnen.
Der nahe Himmel hilft mich auszusöhnen.
Erholt steig ich den Berg ins Tal zurück.

Freitag, 22. Juli 2022

Weltsprache

 Ach, wenn's nur eine Sprache wär,

    die alle Menschen sprächen,

Dann gäbe es kein Wirrwarr mehr,

    kein Fremdsprachengebrechen.

Und führ ich auf der Welt umher,

    ich könnt jeden verstehen.

Kein Misverständnis trennt uns mehr

    zu unserem Wohlergehen.

Ein Weltvolk hieß der neue Trend,

    es gäbe keine Fehden.

Da wär vielleicht noch ein Akzent,

    doch der stört nicht beim Reden.

Januar 2021

Lyrik - Veröffentlichungen und Ausstellungen

2000    Kunst und Kultur in der Kunsthalle Berlin-Moabit (Ausstellung)

2000 - 2005 im Arnim Otto Verlag Offenbach am Main (Anthologie)

2003-2005    in Hesse/Wilken: Unterwegs zu einem Jesus von heute

2006    Ginkgo biloba - Kunstmeile Kirchstraße in Berlin-Moabit

2008    Septemberwind, BoD-Norderstedt, begrenzte Auflage

2008 -     in www.forum-danzig.de, Lyrik auf die Stadt Danzig bezogen

2010    Ich und Du im Poesiefrühling Berlin (Ausstellung)

2010    in Geisterhafte Grotesken, Torsten Low-Verlag Meitingen/Erlingen (Prosa-Fantasy)

2011    in: Das Poetische Wohnzimmer/Open Poetry Space mit Rainer Stolz

20011/1012 im Czernik Verlag, Speyer

2012     in "Vom Weggehen und Ankommen",Ausstellung im Centre Francais de Berlin

2013    radijojo, Lyrikvideo, Friedenssong, Musiksendungen in Deutsch und Englisch

2015    in Dorante Edition, Literaturpodium Berlin

2016    Migrare in ortstermin, Kunstfestival in Moabit - Flucht und Vertreibung

2019 - 2021 in moabit°21 (lokale Zeitschrift), Journalistik, Lyrik, Foto, Malerei, Grafik

2021    in: Ein Spaziergang durch Moabit (Ausstellung)

2022    ortstermin Moabit-Tiergarten, lieber laut


Besondere Begegnungen, Freunde und Gönner
Günter Grass (Lübeck), Andreas Züll (Steinfeld), Rainer Stolz (Berlin), Chirikure Chirikure (Zimbawne), Michael Augustin (Bremen), Günter Hoffmann (Berlin), Ulrich Gbaguidi (Benin)

Zweisamkeit

Wenn ich am Morgen erwache, Bist du schon in meinem Geist, Schließt deine Wärme mich ein. Dann schicke ich dir meine Liebe, Wo immer du bist...